Informationen zum Support-Ende von Windows 10

Einführung

Windows 10 hat im Oktober 2025 sein offizielles Lebensende ("End of Life") erreicht. Sicherheitsupdates werden nur noch im Rahmen der zeitlich begrenzten Extended Security Updates (ESU) bereitgestellt – diese müssen vom Anwender beantragt werden.

Unsere aktuellen XMG- und SCHENKER-Modelle sind technisch auf Windows 11 ausgelegt. Dies umfasst auch Faktoren wie CPU-Architektur, BIOS-Firmware, Firmware, Treiber und Energiemanagement. Eine Unterstützung von Windows 10 findet daher auf aktuellen Modellen nicht mehr statt.

Einige dieser Punkte werden im Folgenden näher erläutert. Am Ende des Artikels erläutern wir, wie man ältere Modelle auf Windows 11 upgraden kann.

Fehlende Treiber-Unterstützung

Aufgrund der technischen Umstände führen wir intern keine Tests mehr mit Windows 10 durch – weder auf aktuellen noch auf älteren Modellen. Wir können nicht garantieren, ob ggf. gewisse Treiber (z.Bsp. Control Center, Audio oder sonstige Peripherie) unter Windows 10 nicht richtig laufen und ob zukünftige Software-, Treiber- oder Windows-Updates noch kompatibel sein werden.

Dazu kommt, dass Intel seit der 12ten Generation Intel Core keinen offiziellen Chipsatz-Support für Windows 10 bietet. Aktuelle Chipsatz-Treiber lassen sich zwar noch installieren. Aber es ist nicht auszuschließen, dass der Support irgendwann gänzlich eingestellt wird. Bei AMD sieht es ähnlich aus. Insgesamt sind die Support-Zeiträume seiten der CPU-Hersteller aufgrund des hohen Integrationsgrades bei Mobil-Plattformen kürzer als bei Desktop-Plattformen.

Fehlender Unterstützung für moderne CPU-Architekturen

Viele moderne CPU-Plattformen setzen auf eine Hybrid-Architektur: diese kombinieren leistungsstarke Performance-Cores (P-Cores) mit energieeffizienten Efficiency-Cores (E-Cores). Die gilt für praktisch alle Intel-CPUs seit Intel Core 12th Gen, aber auch AMD wendet dieses Prinzip inzwischen in einigen (nicht allen) AMD Ryzen Mobil-Prozessoren an (Stichwort: Zen5 und Zen5c).

Dieses "Big.LITTLE"-Prinzip funktioniert dann besonders gut, wenn das Betriebssystem die Last aktiv und sinnvoll zwischen P- und E-Cores verteilt.

Windows 11 ist genau für diese Hybrid-Architektur optimiert. Unter Linux steht grundlegender Support für solche Hybrid-Designs seit einigen Jahren ebenfalls zur Verfügung.

Windows 10 kann jedoch gar nicht zwischen P- und E-Cores unterscheiden. Die Folge: Aufgaben werden den Kernen willkürlich zugeordnet. Dies wirkt sich zwangsläufig negativ auf Akku-Laufzeit und Performance aus:

  • Negative Performance-Auswirkung: dann, wenn Single-Thread-lastige Aufgaben willkürlich einem E-Core zugewiesen werden. Die E-Cores bieten weniger Performance als die P-Cores.
  • Negative Auswirkung auf Akkulaufzeit: dann, wenn weniger dringliche Hintergrundaufgaben willkürlich auf P-Cores laufen. Diese haben bei ähnlicher Last einen etwas höheren Energieverbauch, wodurch sich die Akkulaufzeit mess- und spürbar reduziert.

Bei manchen Modellen besteht die Möglichkeit, die E-Cores per BIOS-Setup zu deaktivieren. Dadurch kann man zwar negative Performance-Auswirkung bei Single-Thread-lastigen Anwendungen verhindern, aber gleichzeitig würde man auf eine große Menge an Multi-Core-Performance verzichten, da mit deaktivieren E-Cores insgesamt weniger Kerne zur Verfügung stehen. Die negative Auswirkung auf die Akkulaufzeit vergrößert sich hierbei sogar noch, weil dann wirklich alle Aufgaben auf den P-Cores ausgeführt werden.

Handlungsempfehlung

Für den Fall, dass ein Betrieb von Windows 10 mit aktuellen oder zukünftigen Software-, Treiber- oder Windows-Updates sich nicht zufriedenstellend einrichten lässt, empfehlen wir ein Upgrade oder eine saubere Neuinstallation von Windows 11. Eine entsprechende Anleitung befindet sich hier:

Sollte sich im Rahmen einer Garantie-Reklamation herausstellen, dass ein reklamiertes Problem nur unter Windows 10, nicht jedoch unter Windows 11 auftritt, so wird im Rahmen der Garantieerfüllung ein Upgrade auf bzw. eine Neuinstallation von Windows 11 angeboten.

Upgrade älterer Modelle auf Windows 11

Wenn du ein älteres Gerät noch mit Windows 10 betreibst, findest du alle wichtigen Infos zum Umstieg in einem separaten Artikel:

Dort werden unter anderem behandelt:

  • Hardware-Anforderungen an ältere Laptops
  • Möglicher Workaround für inkompatible Treiber
  • Hardware-Voraussetzungen nur optional?
  • Hinweis zu Secure Boot und ab 2026 auslaufenden Zertifikaten im BIOS
  • Tipps für die Neuinstallation bzw. das Upgrade
  • Lizenzschlüssel

Übergangslösung "Windows 10 ESU"

Für Nutzer, die vorerst bei Windows 10 bleiben möchten, bietet Microsoft eine kostenlose Verlängerung der Sicherheitsupdates (ESU, Extended Security Updates) bis 2026 an:

Dieser Support muss vom Anwender beantragt werden. Der Anwender muss mit einem Microsoft-Konto in Windows angemeldet sein - lokale Offline-Konten werden nicht unterstützt.

Alternativ stehen wir auch gern für eine Beratung zum Kauf eines Neugerätes zur Verfügung. Eine Übersicht über unser aktuelles Laptop-Portfolio finden Sie hier:

Weitere Informationen